3/20/2018

Montagsfrage: Warst du schon mal auf einer Buchmesse, falls nein, möchtest du mal hin oder hast du kein Interesse daran?



Dies ist er also, mein erster Beitrag im Jahre 2018. Wie sagt man so schön? Besser spät als nie. Ich schätze die Montagsfrage sehr und habe mir diese Woche fest vorgenommen, endlich wieder mit ihrer Beantwortung anzufangen. Leider liege ich momentan ziemlich Grippe-Gebeutelt auf der Couch, was mein Verhältnis zum Konzept "Wochentage" ein bisschen aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Und deshalb, wenn wir einmal beim Zu-Spät-Sein sind: Die Montagsfrage, am Dienstag.

Sobald auch die restlichen meiner kognitiven Fähigkeiten wieder ein bisschen mithilfe von Paracetamol und Co. entschleiert wurden, hoffe ich auf eine baldige (und vor allem dauerhafte) Rückkehr mit regelmäßigeren Beiträgen auf diesem Blog. Aber für's Erste: Viel Spaß mit der wöchentlichen Montagsfrage von Buchfresserchen.


Warst du schon mal auf einer Buchmesse, falls nein, möchtest du mal hin oder hast du kein Interesse daran?


Um bei der generellen Beantwortung der Hauptfrage nicht lang um den heißen Brei herumzutanzen: Ja, ich war bereits auf einer Buchmesse. Sogar auf zwei. Nämlich sowohl der Frankfurter als auch der Leipziger. Und eigentlich sogar auf drei. Weil ein Mal auf der Frankfurter und zwei Mal auf der Leipziger. Und um es ganz genau zu nehmen, habe ich über meine letzte Buchmesse sogar einen Blogbeitrag geschrieben. Hier nachzulesen. 

Meine letzte Buchmesse war die Leipziger damals mit der Schule in der 11. Klasse, also 2015. Während man also definitiv nicht leugnen kann, dass ich kein kompletter Neuling mehr auf Buchmessen bin, so kann man ebenfalls nicht leugnen, dass ich (vor allem in den letzten Jahren) mehr mit Abwesenheit als mit allem anderen geglänzt habe. Und weil das viel interessanter ist als einfach zu schreiben "Ja, ich war schon mal auf einer oder zwei oder drei Buchmessen", folgt die Beantwortung auf die von mir nun ganz frech von mir selbst gestellte Frage: "Warum warst du in den letzten drei Jahren nicht auf irgendeiner Buchmesse?"

Ich sollte vorweg nehmen, dass ich generell ein großer Fan der Buchmessen bin und es ein bisschen bedauerlich finde, schon so lang auf keiner mehr mein Unwesen getrieben zu haben. Es gibt durchaus die ein oder andere schöne Erinnerung, die ich mit meinen vergangenen Buchmessen verbinde. Zum Beispiel damals, als meine Mutter im Vorbeilaufen Günther Grass an einem Messestand sah, während ich (Gesichtsgedächtnis und Orientierungsvermögen wie eine Gewürzgurke) nur verwirrt umhergeschielt und "Wo? Was? Wie?" gestammelt habe. Gute alte Buchmessen-Zeiten. Die Antwort "Weil ich nichts an Buchmessen finde." können wir also gleich herausstreichen. Ich finde sehr viel an ihnen. Primär die Tatsache, dass es viele Bücher gibt. Das ist an sich schon mal ein absoluter Pluspunkt.

Nein, es ist vielmehr die Kombination aus "Keine Zeit" und "Kein Geld", die die Messebesuche und mich voneinander entfernen. Wobei Letzteres zumindest auf der Leipziger mittlerweile weniger verschärft ist, da ich (sollte ein mehrtägiger Aufenthalt anstehen) mehrere Leute in Leipzig kenne, bei denen ich übernachten könnte, und ein Zugticket von Thüringen, wo ich herkomme und meine Eltern noch leben, bis nach Leipzig einen auch nicht in den Ruin treibt. "Kein Geld" ist also, ja, sicher ein Argument, da es sich (gerade wenn man tendenziell immer zu viele Bücher kauft) durchaus läppern kann, an Ausgaben.

Aber, wie mit allem im Leben, ist es oft mehr "Keine Zeit" - von mir und von potenziellen Begleitern. Die Buchmessen fallen oft direkt in Klausurenphasen und wenn sie es nicht tun, dann ist es manchmal auch einfach verlockend mit Netflix und Kuscheldecke Zuhause zu bleiben statt stundenlang mit dem Zug von den Niederlanden hin zu Messestandorten zu fahren. Das wäre es nur wert, würde ich die Messe für zwei oder drei Tage in vollen Zügen auskosten und dann, wieder, wer hat dafür schon kostbare Zeit? Und so ist es wie es ist, das dritte Jahr infolge, und keine Buchmesse. Ich kann nicht sagen, ob aus diesem dritten Jahr nicht auch ein viertes oder ein fünftes wird. Denn wer weiß schon wann der Drang, mal wieder hinzufahren, größer ist als der Drang, ein Mittagsschläfchen zu halten, weil sich ein Abgabetermin Wochen für Wochen an den nächsten reiht und man das Schlafen ja irgendwann auch mal wieder aufholen will/muss/sollte. Letztendlich ist Zeit haben ganz oft auch Zeit nehmen und Prioritäten setzten - und eine Priorität war die Buchmesse, so gern ich sie mag, in den letzten Jahren einfach nicht.



Soweit dazu, mein semi-dramatischer Bericht (War es semi-dramatisch? Vielleicht sind das auch mehr die Erkältungs-Medikamente und die Tatsache, dass ich mich seit ein paar Tagen mit Game of Thrones über Wasser halte.) zur wöchentlichen Montagsfrage, diese Woche am Dienstag.

xx Antonia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...