3/26/2018

Montagsfrage: Wenn du schon mal daran gedacht hast ein Buch zu schreiben, welches Genre wäre es?



Ich bin (immer noch ein bisschen krank) gestern Nachmittag wieder in den Niederlanden gelandet und bestreite nun wieder meinen Unialltag. Bevor sich aber gleich an Statistik gestürzt wird, folgt noch der Beitrag zur wöchentlichen Montagsfrage von Buchfresserchen (hier gelangt ihr zum aktuellen Post), bei der es mir als angehende Buchautorin schon ein bisschen in den Fingern kribbelt.


Wenn du schon mal daran gedacht hast ein Buch zu schreiben, welches Genre wäre es?


Ich habe tatsächlich nicht nur mal daran gedacht ein Buch zu schreiben, ich schreibe momentan an meinem ersten Roman. Genre, ganz klar, Fantasy, meine alte Liebe. Dazu sollte ich allerdings anmerken, dass ich mit Fantasy weniger High Fantasy (also Bücher a la Herr der Ringe oder Game of Thrones) meine, sondern Contemporary Fantasy (also Bücher a la Percy Jackson oder Harry Potter). Den Fantasy-Bewanderten unter euch werden die Unterschiede zwischen diesen beiden Subgenres der Fantasyliteratur bekannt sein, für alle anderen erkläre ich es kurz: High Fantasy zeichnet sich vor allem damit aus, in einer eigenen Welt zu spielen, die oft dem europäischen Mittelalter angelehnt ist. Vorteil bei High Fantasy? Möglichkeit komplexe eigene Welten zu entwickeln. Nun hat J.K. Rowling das allerdings mit Harry Potter, was Contemporary Fantasy ist, auch gemacht. Contemporary Fantasy zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass fantastische Elemente sich mit der realen Welt vermischen (Neil Gaiman, wo ich gerade dabei bin, schreibt übrigens auch Contemporary Fantasy - für alle, die es interessiert.)

Mein Buch hat, wenn man ganz präzise sein will, Elemente aus beidem. Ein großer Teil der Geschichte spielt vorrangig in einer von mir erfunden Welt - die allerdings nicht dem Mittelalter angelehnt ist. (Es ist mir ein Rätsel wie Leute das Mittelalter romantisieren können. Zu viel Blutvergießen, zu wenig Händewaschen.) Diese Welt wird allerdings von Elementen aus unserer realen Welt vermischt - und ab einem gewissen Punkt der Geschichte verlagert sie sich auch mehr auf den Planeten Erde. Wieso tendiere ich also eher dazu die Geschichte in Contemporary statt High Fantasy einzuordnen? Also erstens, wie bereits erwähnt, ich finde das Mittelalter wirklich furchtbar. Hat mich nie gereizt, wird mich nie reizen. Und zweitens, eigentlich viel wichtiger, die Vermischung beider Welten spielt eine wesentlich bedeutendere Rolle innerhalb der Geschichte. Ich mag gut gedachte Hintergründe für die Storyline und deshalb konnte ich dem Drang nicht widerstehen eine eigene Welt zu erschaffen, aber der eigentliche Plot dreht sich um diese weltliche Vermischung.

Nun ist also das Genre meines kommenden Romans bekannt. (Er kommt noch nicht bald, keine Sorge, nichts verpasst - ich schreibe relativ langsam und sehr selbstkritisch, was dazu führt, das ich regelmäßig streiche und neu schreibe. Momentan läuft es aber relativ solide, aber ich will nichts beschwören.) Dass es natürlich viel mehr ist als das versteht sich von selbst. Fantasy um der Fantasy Willen ist ja auch irgendwie blöd. Fantasy ist, das mag ich so an ihr, eine großartige Grundlage für Metaphern. Die Geschichte geht also viel mehr um Themen wie Verantwortung, Identität, Erwachsenwerden und vielem mehr  - man kann eine eigene Welt erschaffen und vor ihr Kritik an der unseren üben. Schön oder? Fantasy ist klasse. (Lasst euch aber bitte nicht trügen, ich sage immer: Mein Buch ist ernste Themen von meinem vollkommen Was-zur-Hölle-ich-habe-mich-dafür-nicht-bereiterklärt-Hauptcharakter erzählt, der gelegentlich seinen Schreibtisch in Brand setzt. Es ist also der Untergang der Welt vor tiefgründig philosophischen Fragen und ein bisschen Politdrama - nur lustig.)

So, mehr jetzt aber nicht. Sonst verquatsche ich mich zu viel - und außerdem Statistik, Statistik, Statistik. Ihr versteht. Ich wünsche allen einen guten Start in die Woche und melde mich bald wieder!

Liebe Grüße,
Antonia
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3/20/2018

Montagsfrage: Warst du schon mal auf einer Buchmesse, falls nein, möchtest du mal hin oder hast du kein Interesse daran?



Dies ist er also, mein erster Beitrag im Jahre 2018. Wie sagt man so schön? Besser spät als nie. Ich schätze die Montagsfrage sehr und habe mir diese Woche fest vorgenommen, endlich wieder mit ihrer Beantwortung anzufangen. Leider liege ich momentan ziemlich Grippe-Gebeutelt auf der Couch, was mein Verhältnis zum Konzept "Wochentage" ein bisschen aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Und deshalb, wenn wir einmal beim Zu-Spät-Sein sind: Die Montagsfrage, am Dienstag.

Sobald auch die restlichen meiner kognitiven Fähigkeiten wieder ein bisschen mithilfe von Paracetamol und Co. entschleiert wurden, hoffe ich auf eine baldige (und vor allem dauerhafte) Rückkehr mit regelmäßigeren Beiträgen auf diesem Blog. Aber für's Erste: Viel Spaß mit der wöchentlichen Montagsfrage von Buchfresserchen.


Warst du schon mal auf einer Buchmesse, falls nein, möchtest du mal hin oder hast du kein Interesse daran?


Um bei der generellen Beantwortung der Hauptfrage nicht lang um den heißen Brei herumzutanzen: Ja, ich war bereits auf einer Buchmesse. Sogar auf zwei. Nämlich sowohl der Frankfurter als auch der Leipziger. Und eigentlich sogar auf drei. Weil ein Mal auf der Frankfurter und zwei Mal auf der Leipziger. Und um es ganz genau zu nehmen, habe ich über meine letzte Buchmesse sogar einen Blogbeitrag geschrieben. Hier nachzulesen. 

Meine letzte Buchmesse war die Leipziger damals mit der Schule in der 11. Klasse, also 2015. Während man also definitiv nicht leugnen kann, dass ich kein kompletter Neuling mehr auf Buchmessen bin, so kann man ebenfalls nicht leugnen, dass ich (vor allem in den letzten Jahren) mehr mit Abwesenheit als mit allem anderen geglänzt habe. Und weil das viel interessanter ist als einfach zu schreiben "Ja, ich war schon mal auf einer oder zwei oder drei Buchmessen", folgt die Beantwortung auf die von mir nun ganz frech von mir selbst gestellte Frage: "Warum warst du in den letzten drei Jahren nicht auf irgendeiner Buchmesse?"

Ich sollte vorweg nehmen, dass ich generell ein großer Fan der Buchmessen bin und es ein bisschen bedauerlich finde, schon so lang auf keiner mehr mein Unwesen getrieben zu haben. Es gibt durchaus die ein oder andere schöne Erinnerung, die ich mit meinen vergangenen Buchmessen verbinde. Zum Beispiel damals, als meine Mutter im Vorbeilaufen Günther Grass an einem Messestand sah, während ich (Gesichtsgedächtnis und Orientierungsvermögen wie eine Gewürzgurke) nur verwirrt umhergeschielt und "Wo? Was? Wie?" gestammelt habe. Gute alte Buchmessen-Zeiten. Die Antwort "Weil ich nichts an Buchmessen finde." können wir also gleich herausstreichen. Ich finde sehr viel an ihnen. Primär die Tatsache, dass es viele Bücher gibt. Das ist an sich schon mal ein absoluter Pluspunkt.

Nein, es ist vielmehr die Kombination aus "Keine Zeit" und "Kein Geld", die die Messebesuche und mich voneinander entfernen. Wobei Letzteres zumindest auf der Leipziger mittlerweile weniger verschärft ist, da ich (sollte ein mehrtägiger Aufenthalt anstehen) mehrere Leute in Leipzig kenne, bei denen ich übernachten könnte, und ein Zugticket von Thüringen, wo ich herkomme und meine Eltern noch leben, bis nach Leipzig einen auch nicht in den Ruin treibt. "Kein Geld" ist also, ja, sicher ein Argument, da es sich (gerade wenn man tendenziell immer zu viele Bücher kauft) durchaus läppern kann, an Ausgaben.

Aber, wie mit allem im Leben, ist es oft mehr "Keine Zeit" - von mir und von potenziellen Begleitern. Die Buchmessen fallen oft direkt in Klausurenphasen und wenn sie es nicht tun, dann ist es manchmal auch einfach verlockend mit Netflix und Kuscheldecke Zuhause zu bleiben statt stundenlang mit dem Zug von den Niederlanden hin zu Messestandorten zu fahren. Das wäre es nur wert, würde ich die Messe für zwei oder drei Tage in vollen Zügen auskosten und dann, wieder, wer hat dafür schon kostbare Zeit? Und so ist es wie es ist, das dritte Jahr infolge, und keine Buchmesse. Ich kann nicht sagen, ob aus diesem dritten Jahr nicht auch ein viertes oder ein fünftes wird. Denn wer weiß schon wann der Drang, mal wieder hinzufahren, größer ist als der Drang, ein Mittagsschläfchen zu halten, weil sich ein Abgabetermin Wochen für Wochen an den nächsten reiht und man das Schlafen ja irgendwann auch mal wieder aufholen will/muss/sollte. Letztendlich ist Zeit haben ganz oft auch Zeit nehmen und Prioritäten setzten - und eine Priorität war die Buchmesse, so gern ich sie mag, in den letzten Jahren einfach nicht.



Soweit dazu, mein semi-dramatischer Bericht (War es semi-dramatisch? Vielleicht sind das auch mehr die Erkältungs-Medikamente und die Tatsache, dass ich mich seit ein paar Tagen mit Game of Thrones über Wasser halte.) zur wöchentlichen Montagsfrage, diese Woche am Dienstag.

xx Antonia
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