9/14/2014

[Gedankenschnipsel] Die Landtagswahlen kommen - meine Meinung

Hallo meine Lieben! 

Kinder, nehmt euch Tee und Plätzchen, sucht euch einen lauschigen Sessel und lehnt euch gemütlich zurück. Bei Bedarf empfehle ich noch Entspannungsmusik und diese Anti-Aggressions-Bälle, die es eine Zeit mal bei Tchibo gab und dann schaut euch bitte in regelmäßigen Abständen süße Tiervideos an und/oder lest ein gutes Buch.


Der unverwechselbare Geruch von Hornhaut Schälcreme von Allgäuer Latschenkiefer zieht durch die Straßen, wenn sich die Ü70-Bevölkerung zur Wahlurne schleppt, um die CDU zu wählen, weil "es uns ja nicht schlecht geht" oder mal was ganz verrücktes macht und der AfD ein Kreuzchen zukommen lässt. 

Man sieht die aussterbende Art der FDP-Wähler vorbei huschen, die sich trotz den wahrscheinlich schlechtesten Wahlsprüchen seit Menschengedenken irgendwie doch noch in diese Richtung durchringen konnten (wenn ich könnte,
würde ich aus Prinzip schon keine Partei wählen, die Sprüche a la "Na dann sind wir eben weg, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt NÄNÄNÄNÄNÄNÄNÄÄÄ!" auf Plakate drucken lässt).


Und dann gibt es natürlich noch die Leute, die wahltechnisch eher in die Extreme abdriften (AfD mal mit dazugerechnet, aber die wurden ja oben schon erwähnt). Ob Die Linke nun tatsächlich hohe Prozente mit ihrem soziale-Gerechtigkeit-DDR-Gedächtnis-Wahlprogramm bekommt, steht noch in den Sternen, aber sie scheinen ja tatsächlich reale Chancen zu haben. Dazu möchte ich übrigens noch was loswerden: Ich bin auch für soziale Gerechtigkeit, aber man sollte seine Versprechen auch umsetzen können und als ich heute das Wahlprogramm Der Linken gelesen habe, hatte ich das Gefühl, als wollten sie mir in der nächsten Zeile Einhörner versprechen. Unrealistische Wahlversprechen sind natürlich nicht ein rein linkes Phänomen, aber momentan scheinen Leute die unrealistischen Wahlversprechen primär von der Linken zu glauben, weshalb ich mich jetzt mal auf sie bezogen habe.

Nicht das ihr jetzt denkt, in die rechte Ecke (NPD und Co.) wählen wäre die Lösung - die sind noch viel schlimmer und für Leute, die nach der ersten rechten deutschen Regierung (Wer erinnert sich noch? Da war dieser rhetorisch geübte Mann, der die Weltherrschaft wollte.) jetzt wieder rechts wählt, fallen mir sowieso keine Worte mehr ein.

Übrig bleiben dann noch Die Piraten, die SPD, die Freien Wähler und Die Grünen. Ich muss mit gesenktem Haupt gestehen, dass ich keine Ahnung von den Freien Wählern habe. Aber sagen wir's mal so: Ich würde, wenn ich könnte, in Richtung SPD, Piraten oder Grüne wählen. Problem hierbei: Die SPD - wir erinnern uns wieder: die Arbeiter-Partei - hat die Arbeiter so ziemlich verraten, die Piraten sind eine noch zu junge Partei, um einen wirklich Plan zu haben und die Grünen... Na ja. Die haben zwar auch gute Ansätze, können sie aber - wie der Rest - nicht wirklich durchsetzen.

Zusammengefasst: Wir haben es mit einem groben Fall von Unfähigkeit zu tun, gegen den man eigentlich nicht mal etwas machen könnte, wenn man wollte und wahlberechtigt wäre (was ich ja sowieso erst in zwei Jahren bin). Aber leider Gottes bekommen Schüler, wie ich, Unfähigkeit, wie die der Politik, sehr deutlich zu spüren. Soll es nun ein Zentralabitur geben? Ist Föderalismus allgemein vielleicht völlig für die Katz? Wie soll eigentlich weiter unterrichtet werden, wenn gefühlte 20.000 Lehrer in den Ruhestand geben und nur 2 neue eingestellt werden (das ist natürlich eine Hyperbel, aber ein bisschen düster sieht es ja diesbezüglich tatsächlich aus). Und und und...

Mein persönlicher Rat: Das kleinste Übel wählen (was auch immer das für euch persönlich ist) und versuchen nicht vollkommen zu verzweifeln (siehe meinen oben angeschnittenen Rat zur Tagesgestaltung). Im Endeffekt wird die politische Lage durch diese Wahl nicht besser (oder - hoffentlich - nicht schlechter).
Also müssen wir uns selbst mehr mit Politik auseinandersetzen. Denn Politik ist nicht allein die Schuld von denen, die sie betreiben, sondern auch von denen, die es nicht tun. Jede Stimme - ob laut oder leise - bestimmt mit. Ob wir das wollen oder nicht. Und wenn wir momentan im Großen nicht zu Veränderung fähig sind, müssen wir etwas im Kleinen tut. Ob das nun heißt, bei Stammtisch-Diskussionen dazwischen zu gehen, wenn heikle politische Themen angeschnitten werden, statt ruhig dasitzen und abnicken, oder sich unpolitisch für Dinge einsetzen (spenden, für/gegen Dinge demonstrieren - ich muss kein Parteimitglied sein, um mich für das Adoptionsrecht von homosexuellen Paaren auszusprechen usw.) ist vollkommen egal.
Tut einfach was. Macht die Welt selbst besser, wenn die politischen Führungspersonen dazu nicht in der Lage sind. Und versucht dabei keinem Herzinfarkt zu erliegen. Und vielleicht kommen irgendwann mal bessere Zeiten und eine bessere Führung mit besseren Ideen (und Ideen von der Durchsetzung der Ideen - das wär's ja erst).

Aber bis dahin:
Liebe Grüße,
Antonia

P.S.: Nachdem ich mich jetzt nun ein bisschen aufgeregt habe, lasse ich euch jetzt wenigstens ein paar süße Tier-Videos zum Ausgleich da:





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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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