11/01/2016

OKTOBER - Monatstief, NaNoWriMo-Vorbereitung & Prüfungsstress


Der Oktober ist vorbeigezogen, der November zusammen mit dem NaNoWriMo (hier findet ihr den gestrigen Ankündigungspost dazu) ein und meine Grippe klingt mit jedem Tag ein bisschen mehr ab, weshalb ich tatsächlich langsam wieder in der Lage bin, funktionierende Satzkonstruktionen auf's Papier (beziehungsweise auf den Blog) zu bringen. Es wird Zeit für den Rückblick auf einen Monat, der eigentlich gut begann und bei dem dann irgendwie alles schiefgegangen ist. Nun, Kinder, das ist das Leben. Aber mal ganz auf Anfang...


Der Herbstwind reißt die zitternden Blätter
hinab in die Verlorenheit der Erde.
— Elmar Kupke —


Der Oktober startete zwar mit Prüfungsstress, aber eigentlich noch ganz ordentlich. Ich habe weiter mein Schreibziel erfüllt und auch wenn der Harry Potter Re-Read ein bisschen geschliffen hat, gab es eigentlich nichts, wo man groß meckern könnte. Das war so ungefähr die erste Woche. Und dann ging es abwärts.

Wer meinen Post gestern gelesen hat und/oder mich auf diversen Social Media-Seiten stalkt (solltet ihr machen, ich bin bei Twitter und Instagram aktiv wie ein rüstiger Renter beim Wandern - also sehr), hat vielleicht irgendwann beginnend Mitte Oktober mitbekommen, dass ich erst ziemlich erkältet und zum Ende des Monats hin mehr tot als lebendig war. Ich habe es zwar gestern ganz kurz angeschnitten, dass das einer der Gründe für meine einwöchige Blog-Pause war, aber damit ich das jetzt ein für alle mal geklärt habe: Ich hatte einen wirklich miesen Virusinfekt und das einzige, was ich letzte Woche wirklich geschafft habe, war Mittagsschlaf, die Erkenntnis, dass ich Paracetamol offenbar nicht allzu gut vertrage, und die Abmeldung von meinen Examen. Wobei wir auch schon beim zweiten Punkt wären: Ja, ich hatte letzte Woche Examenswoche, ja, ich musste mich von drei Examen abmelden, weil ich im Delirium nicht mal meine Studentennummer auf die Blätter bekommen hätte und ja, die Tatsache, dass ich drei Examen nachschreiben muss, war mindestens zu 30% der Grund dafür, dass mir letzte Woche mehr als zum kotzen war. Aber was will man machen? Mein Körper hat nach Bettruhe geschrien und ich konnte nicht anders als darauf zu hören.

Glücklicherweise hatte ich mein erstes Examen bereits Mitte Oktober, als ich zwar auch schon krank, aber eben noch nicht so schlimm krank war (Examensstress und angehende Grippe sind, habe ich gelernt, überhaupt keine gute Kombination) und mir wenigstens das Nachschreiben dort erspart bleibt. Seit letztem Donnerstag bin ich jetzt also bei meinen Eltern, nehme mittlerweile wieder feste Nahrung zu mir und behalte sie auch drin und versuche bei der katastrophalen heimatlichen Internetverbindung Onlinevorlesungen anzuschauen und irgendwo Marker für meine Examenszusammenfassung aufzutreiben. Wenn's kommt, kommt's halt echt dicke. Aber mittlerweile habe ich wieder das dringende Bedürfnis, zurück an die Arbeit zu gehen und das zeigt mir, dass ich langsam aber sicher wieder die Alte werde.

Der zweite Grund für meine Abwesenheit war, dass ich wirklich sehr im Vorbereitungs-Stress gesteckt habe, weil die im Oktober durch die Grippe ziemlich geschliffen ist. Und ihr habt überhaupt keine Ahnung, wie froh ich darüber bin, dass ich zwei der drei Klausuren im Januar nach meinen Weihnachtsferien nachschreiben muss und deshalb einfach zwei Wochen Weihnachtsferien zur Vorbereitung habe und die Zusammenfassungen nicht mehr schreiben muss, weil ich das ja alles schon für den eigentlichen Termin gemacht hatte. Ärgerlich trotzdem, ich hätte die Klausuren wirklich gern schon hinter mir, aber wenigstens ein kleiner Lichtblick.

Ihr könnt es euch vielleicht schon denken, aber aufgrund der Kombination Prüfungsstress und Grippe bin ich auch nicht wirklich zu irgendetwas anderem gekommen. Der Blog hat geschliffen, ich habe (bis auf Psychologie-Bücher) nichts gelesen und als die Examen dann wirklich losgingen, habe ich für meinen eigenen Seelenfrieden entschieden, auch das Weiterschreiben am Buch erst mal ruhen zu lassen und nur ein bisschen NaNoWriMo-Vorbereitung zu machen (- die ich ja zum Glück größtenteils schon im September fertig hatte). Das Einzige, was ich wirklich geschafft habe, war der Konsum von ungesund vielen Gordon-Ramsay-Kitchen-Nightmares-Klipps bei YouTube ("Unfassbar, was die Gordon vorsetzen.", sagte sie und aß zum Abendbrot Müsli) und eine durchaus ansehnliche Research Methods-Zusammenfassung, auf die ich wirklich ein bisschen stolz bin.


Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.
— Hugo von Hofmannsthal —


Es tut mir sehr leid, dass im Oktober irgendwie alles so gehinkt hat, aber manchmal steckt man eben nicht drin. Und zum Glück bin ich sehr lernfähig und fast schon wieder vollkommen gesund. Für den November stelle ich mir das anders vor. Aber da ich irgendwie nur alle zwei Jahre wirklich mal so heftig krank werde, sprechen wir uns diesbezüglich sowieso frühestens zum Ende meines Bachelor-Studiums wieder, also alles tutti, ich bin da sehr zuversichtlich.

Der November steht jedenfalls erst einmal voll unter dem Motto "Schreiben", was mich freut, weil ich die feste Routine, die ich im September ja so vorbildlich durchgehalten habe, schon ein wenig vermisse. Heute hat mich eine gute Freundin besucht und Nachmittag fahre ich in die Stadt, ein neues Zugticket kaufen (das alte musste ich umbuchen, weil ich eigentlich gestern wieder zurückgefahren sollte, das aber definitiv nicht gut gegangen wäre, da ich - Genesungsprozess hin, Genesungsprozess her - immer noch krank bin) und heute Abend setze ich mich dann an den NaNoWriMo-Auftakt und einen Uniblogbeitrag, den ich morgen einreichen muss. 



Ich hoffe euer Oktober war wesentlich erfolgreicher als meiner und der kommende November läuft, wie ihr euch das vorstellt. Der Blog wird diesen Monat definitiv wieder mehr belebt, also ich halte euch auf dem Laufenden!

Liebe Grüße,
Antonia

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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