12/03/2015

Top Ten Thursday: 10 Bücher, die du gern in einer Leserunde lesen möchtest #5



Hallo meine Lieben!

Es ist mal wieder soweit, denn heut' ist Top Ten Thursday-Zeit. Okay, das war jetzt ein wirklich furchtbarer Reim. Ich verspreche, dass ich mich in naher Zukunft bei den anonymen Lyrikern anmelden werde. Vorausgesetzt, die gibt es. Ich habe wirklich ein Talent dafür, Selbsthilfegruppen zu erfinden (und zu benötigen), die es gar nicht gibt. Zum Beispiel die mit den Leuten, die immer noch  den Tod von Sirius Black aufarbeiten müssen, DER JA ZUM GLÜCK NICHT STATTGEFUNDEN HAT, WEIL ER AM ENDE VOM 5. TEIL NICHT GESTORBEN IST! NEIN! NEIN! EINFACH NEIN! Okay. Wie gesagt. I do need therapy. (Ich habe das in meinem Kopf jetzt mit einem richtig miesen indischen Akzent gesprochen - Gehirn, was ist eigentlich los mit dir? Beziehungsweise mit mir... Ach, auch egal. "Selbsthilfegruppe der anonymen Akzentamaimiteure" «- die Welt braucht eine Petition, die genau dieses Wort in den DUDEN bringt. Dringend. Drin-gend.) 

Wie kommt es eigentlich, dass meine Einleitungen immer so nonstop nonsense-Ergüsse sind? Egal, wie ich anfange, es kommt bis zum ersten Absatz einfach nur Verstörendes ans Tageslicht. Und eigentlich auch danach. Na gut, nicht so wichtig. Den Sinn meiner Einleitungen zu hinterfragen, geht für heute Abend eindeutig zu tief :D

Und eigentlich soll es in diesem Post ja auch um meine nunmehr schon regelmäßigen Top Ten Thursday-Listen gehen. Das Thema letzte Woche war irgendwie nicht so meine Welt und ich habe wirklich gar keine Liste zusammenbekommen (bzw. eine, die nicht so toll war, dass ich sie mit Blogpost etc. veröffentlichen wollte xD) und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit dem Thema heute auch nicht auf den ersten Blick anfreunden konnte. Als ich gelesen habe, dass es heute um Leserunden geht, saß ich bestimmt zwei Minuten vor meinem Laptop und habe mit subtilen Handbewegungen "Aber ich habe noch nie an einer Leserunde teilgenommen." vor mich hin geflüstert. Ich bin sicher, ihr habt davon jetzt mehr oder weniger ein Bild im Kopf. Es war leicht beängstigend, weil ich mit einem Laptop geredet habe (Aber Schriftsteller tun das sozusagen dauernd. Nur halt in Schriftform.), und teilweise auch sehr ulkig. Nun konnte ich mir aber schon ein paar Tage Gedanken über die Liste machen und bin dem Thema eigentlich gar nicht mehr so abgeneigt. Ich habe zwar noch nie an einer Leserunde teilgenommen, aber letztendlich heißt "Leserunde" ja nur, dass man über ein Buch in der Runde diskutiert. Also Bücher, die einen einfach so fassungslos machen, dass man keine Worte mehr findet und in Gruppentherapie gemeinsam nach ihnen sucht. Und Gott, über solche Bücher habe ich Listen, meine Freunde. Oh, die habe ich wirklich.


10 Bücher, die du gern in einer Leserunde lesen möchtest


* Irgendetwas von Rick Riordan (wirklich, egal welches)
* Und irgendetwas von Chuck Palahniuk
* Der Distelfink von Donna Tartt
* Letters of Note (1/2) von Shaun Usher
* Effi Briest von Theodor Fontane
* Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes
* Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer
* Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch
* Magisterium von Cassandra Clare und Holly Black
* Sculduggery Pleasant (1) von Derek Landy 


Buchdetails


Irgendetwas von Rick Riordan 

Seien wir ehrlich. Jeder, der schon mal ein Buch von Rick Riordan gelesen hat, weiß, dass diese Geschichten irreversibel schädigen. Der Mann hat den wahrscheinlich großartigsten Humor seit Menschengedenken und es ist einfach furchtbar, allein mit den ganzen großartigen Witzen zu sein. Nein, ernsthaft. Da sitzt man geschlagene sechzehn Stunden am Stück und liest die Die Helden des Olymp-Reihe, wird von der halben Familie für vollkommen verrückt erklärt, weil man einfach zusammenhangslos laut loslacht und es gibt keinen - keinen - mit dem man über die Verwandlung von Nico di Angelo in eine gottverdammte Maispflanze (und einen darauf folgenden Popcorn-Witz) sprechen kann. Man munkelt, dass manche Menschen aus genau diesem Grund mit dem Bloggen anfingen. Damit sie nicht ganz so allein mit ihren Gefühlen über gewisse Bücher sind... (*räusper* ich *huströchelkeuch*) Und genau deshalb glaube ich, dass Rick Riordan-Bücher wie gemacht für Leserunden sind: Man kann sich das Witz-Potenzial Abschnittsweise vornehmen und über Maiskolben-Momente mit anderen Bloggern sinnieren. Ich stelle mir das großartig vor.


Und irgendetwas von Chuck Palahniuk

Okay, Chuck Palahniuk ist wahrscheinlich auf der entgegengesetzten Genre-Seite. Der gute Mann schreibt sehr, sehr, sehr gute Thriller. Also, wirklich sehr gute. Sonst würde ich sie nicht lesen. Weil ich für gewöhnlich nie Thriller lese, weil ich panische Angst vor meinem eigenen Schatten habe. Aber Chuck Palahniuk. Das ist einfach zu gut, um es zu ignorieren. (Ich bin ein großer Fan, merkt man vielleicht ein bisschen...)
Nun halte ich seine Bücher auch für besonders Leserunden-tauglich, weil sie sehr verworren und spannend sind und eigentlich erst am Ende wirklich Sinn ergeben. Ich glaube, dass es sehr interessant wäre, auf Grundlage dieser - durchaus auf andere Art und Weise, als die von Rick Riordan - verstörenden Geschichten eine Diskussion nach Abschnitten zu starten. 


Der Distelfink

Primär auf der Liste, weil der Distelfink einfach immer passt. Sekundär, weil ich durch eine Leserunde wahrscheinlich endlich dazu inspiriert wäre, ihn vollständig zu lesen und nicht immer nur darüber zu schreiben, wie toll der Beginn und wie unbekannt ca. 90% des Buches noch sind. (Aber es ist auch wirklich ein sehr fetter Wälzer und die Zeit, meine Freunde, sie ist einfach irgendwie immer und irgendwie nie da.) Aber tertiär (uuuuhhh, Lateinschüler) würde ich den Distelfinken für eine Leserunde wählen (ICH WÄHLE DICH, PIKACHU!) (Tut mir leid, da kam der Pokémon-Fan in mir durch. Der Satzverlauf war einfach zu verlockend xD), weil der Distelfink einfach sprachlich ausgefeilt ist und es sicher viel Spaß machen würde, mit Leuten, die auch einen Sinn für Wort-Ästhetik besitzen, darüber zu fangirlen.


Letters of Note (1/2)

Nicht nur, dass die Aufteilung hier einfach legendär einfach währe (weil Briefe und so), was ich als Teilzeit-Pragmatiker durchaus gut heiße, sondern auch der philosophische Tiefgang, der so manch einem Brief anheftet und den Diskus darüber wahrscheinlich durchaus spannend machen würde. Als ich den ersten Teil von Letters of Note gelesen habe, habe ich die ganze Zeit gedacht, wie schön es wäre, bestimmte Ideen aus Briefen und Dinge, die einfach bewegen, mit anderen zu teilen und das macht es ja für eine Leserunde gerade richtig. Das einzige Problem wäre wahrscheinlich der Preis, weil 35 € doch schon ganz schön heftig sind für den armen Durchschnitts-Blogger. (Aber es ist ein Buch über toll Briefe! SO SCHÖN!) 


Effi Briest

Das Buch, das wir aufgrund des von ursprünglich sechs Stunden im Kurssystem auf vier Stunden gekürzten Deutschunterrichts nicht lesen konnten. Vielen Dank auch, Bildungsministerium. Vielen Dank auch. 
Meine Deutschlehrerin hat uns von den hitzigen Diskussionen über Effi Briest erzählt und ich glaube ihr den Zündstoff-Gehalt des Romans auf's Wort. Ist zwar ein Klassiker und damit sicher nicht jedermanns normale Lektüre, aber ich habe persönlich sehr viel Spaß an etwas älterer Literatur und dem Entdecken von modernen Fragen und Problemen in ihr. Und außerdem will ich mich gemeinsam mit anderen Leuten über das Ding mit dem "ehemalige Liebesbriefe im Nähkästchen verstecken"-aufregen. Ernsthaft. Was zur Hölle, Effi. Was. Zur. Hölle.


Ein ganzes halbes Jahr

Ich gehöre wahrscheinlich zu den 0,1% aller Buchblogger, die bisher noch kein einziges Buch von Jojo Moyes gelesen haben. Dabei habe ich eins Zuhause liegen und höre eigentlich nur Positives über die Geschichten. Na ja, vielleicht kann ich mich ja demnächst tatsächlich mal dazu bequemen...
Ich würde gern Ein ganzes halbes Jahr in einer Leserunde lesen, weil das Thema Sterbehilfe etwas ist, über das sich das Verarbeiten der eigenen Gedanken in Blogposts mit anderen Menschen, die sich gerade mit dem selben Stoff beschäftigen, sicher etwas sehr Interessantes währe. Ich habe diesbezüglich ja meine Position (Jeder sollte selbst entscheiden, wann er sein Leben für nicht mehr lebenswert ansieht und das Recht haben, es auch mit ein bisschen Würde zu beenden.) und würde sie gern durch die Lektüre und das Gespräch mit anderen Bloggern darüber weiter erörtern.


Bis(s) zum Morgengrauen

Ich habe bisher nicht nur noch nie (Alliteration! Ahu!) etwas von Jojo Moyes gelesen, sondern auch noch nie etwas von Stephenie Meyer. Zu den Twilight-Filmen habe ich eine sehr ulkige Hass-Liebe. Also. Ich schaue sie mir regelmäßig und sehr gern an und finde sie - grottige Dialoge, schwache Handlung etc. pp. hin oder her - eigentlich auch sehenswert. Also. Ich schwanke immer zwischen diesen Twilight und Sex and the City-Phasen und Wochenenden, an denen ich mich in Heine-Gedichten wälze. 
Nun bin ich aber ein notorisch sarkastischer Mensch. Demnach gucke ich Twilight wirklich gern, bin aber permanent am Einwerfen irgendwelcher sarkastischer Bemerkungen. Und da das bei den Filmen schon großartig ist (Ehrlich - die hätten mich mal das Film-Commentary machen lassen sollen.) kann ich mir die Humor-Ausmaße bei den Büchern eigentlich noch nicht so genau vorstellen. Und ja, ich glaube, da wären ein paar amüsante Stunden bei einer Leserunde garantiert.


Die Flüsse von London

Hier ist die Begründung einfach ähnlich, wie beim ersten Punkt: Es gibt einfach zu viel Humor und zu viel schwungvolle Handlung, den und die es sich lohnen würde, mit anderen Bloggern gemeinsam auszuloten. Außerdem bin ich bei diesem Buch auch ein bisschen gespalten und deshalb würde es mich wirklich interessieren, wie andere Leser bestimmte Spannungsbögen so empfunden haben oder ob ich da einsam und allein mit meinen Zweifeln bin :D


Magisterium

Über dieses Buch habe ich einfach schon so viele verschiedene Meinungen gehört, die mich einfach dazu veranlassen, es auch auf diese Liste zu setzen. Es wäre interessant, über dieses Buch zu diskutieren und ich bin sicher, dass es ordentlich Stoff bieten würde. 
Habe zum Beispiel schon Vergleiche mit Harry Potter gehört - sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Und auch wenn man das über Rezensionen zwar so unter den Bloggern ein bisschen "erforschen" kann, wäre es bestimmt interessant, diese ganze Vergleich-Sache in einer Leserunde aufzuarbeiten. Nein, wirklich. Ich bin sicher, da ginge es ziemlich hitzig zur Sache. *Drama*


Sculduggery Pleasant 

Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen, dass ich diesen Buchtitel richtig geschrieben habe. Ich kann ihn nämlich weder aussprechen, noch schreiben. Aber das ist - wie "Malala Yousafzai" - wahrscheinlich auch einfach nur eine Frage der Häufigkeit. Irgendwann hat man dann die ganzen verwirrenden Buchstabenfolgen raus.
Nun... Sculduggery Pleasant (ich übe) ist ein absolutes Lieblingsbuch einer sehr guten Freundin von mir und ich habe schon so oft Vergleiche (hier eigentlich nur im positiven Sinne) zu Percy Jackson gehört. Was mich auch hier dazu veranlasst, mit dem Humor nicht allein sein zu wollen. Weil es einfach so unendlich viel mehr Spaß macht, Spaß zu haben, wenn Leute den Spaß verstehen. Und außerdem würde ich im Zuge einer Leserunde wahrscheinlich auch bei diesem Buch mal zu Potte kommen und es endlich anfangen. Denn auch bei Sculduggery Pleasant (Übung, meine Freunde, Übung) bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Reihe lieben werde und mich, wenn ich sie ein Mal angefangen habe, fragen werde, wieso ich so lang damit gewartet habe, anzufangen. 



So. Das war sie also. Meine Liste für den heutigen Donnerstag. Zu etwas später Stunde und nach einem sehr langen und sehr stressigen Tag endlich vollendet. Ich hoffe, dass die Sätze einigermaßen Sinn ergeben, weil mein Gehirn irgendwie gerade vollkommen auf grammatikalischen Leerlauf schaltet, aber falls nicht: Ich bin wirklich müde. Und ich bin froh, dass ich überhaupt noch richtige Worte tippen kann, von Sätzen ganz zu schweigen...

Aber wie auch immer. Ich wünsche euch noch einen wundervollen Rest-Donnerstag. Morgen ist schon fast wieder Wochenende - Wir schaffen das.

Alles Liebe,
Antonia


Links zum Weiterlesen


» letzter Post [November-Rückblick 2015, 02.12.2015]
» letzter TTT [10 Bücher, die jeder gelesen haben sollte, 12.11.2015]

» Rezension [Letters of Note]
» Rezension [Das Haus des Hades]
» Lesenacht [Die Flüsse von London]


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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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